Meine Bücher


Um es gleich zu sagen:

Alle meine Bücher sind vergriffen, fort, weg, und einfach nicht mehr zu haben.
Ich selbst habe auch keine mehr, so viel Sie mich auch löchern mögen.

Und nun können Sie sich ganz beruhigt zurücklehnen und lesen, wie ein Buch entsteht und warum ich keines mehr machen möchte.

Wie jeder Autor wollte auch ich anerkannt sein, hofiert, reich, berühmt und von aller Welt gelesen werden.
Bei Reich-Ranicki auf der Couch sitzen, oder bei Elke Heidenreich besprochen werden.
Beide haben, soweit ich weiß, von meiner Lyrik nicht Kenntnis
genommen und ihr Leben ohne meine schönen Gedichte verbringen müssen.

Um diese unters Volk zu bringen, brauchte ich jedoch keine Bücher. Ich verkaufte sie auf illustrierten Einzelblättern, meist gerahmt und sie hingen für sich und mich Reklame an den Wänden meiner Kunden. Was brauchte ich mehr?

Starrköpfig wollte ich weder Büchlein noch Heftchen machen, und wenn es schon ein Buch sein sollte, dann Bitteschön doch aber nichts Popeliges, sondern etwas ganz Besonderes.

Reich bin ich nicht geworden, berühmt auch nicht, zu guter Letzt aber doch in bibliophiler Buchform von vieler Welt gelesen.
Schön sind sie geworden, meine Bücher. Etwas Besonderes auch. Eingehüllt in marmoriertes Papier, innen und aussen schön anzusehen und eine Zierde für jedes Bücherregal.

Teilweise sind sie in mehreren Auflagen erschienen und seit ein paar Jahren vergriffen.
Ratzekahl ausverkauft, weg und futschikato.

Ich selbst habe auch keine mehr, so viel Sie mich auch löchern mögen: Alle sind weg!

Immer wieder werde ich gefragt, bedrängt, oder bearbeitet, warum ich denn keine neuen Bücher mache.

Zum besseren Verständnis erkläre ich Ihnen den gewöhnlichen Werdegang eines Buches.
Sie werden erkennen, der Autor hat den geringsten Anteil daran. In jeglicher Beziehung.

1. Autor schreibt Buch (damit ist seine Arbeit zunächst beendet)
2. Autor sucht Verlag
3. Hurra, Autor findet Verlag
4. Verlag lässt Bücher in der Druckerei drucken
5. Die Erstausgabe wird nummeriert und handsigniert (jedenfalls bei meinen)
6. Verlag kümmert sich um den Vertrieb der Bücher und alles was dazu gehört.
7. Autor erhält erst nach Abverkauf der Bücher sein Honorar von im Glücksfall
    10 % des Nettoverkaufspreises, ev. vorher schon einen Abschlag.

Funktioniert einer dieser vorangegangen Punkte nicht, kann sich das wunderbare Unterfangen „Ich mache ein Buch“ in eine ziemlich freudlose Geschichte verwandeln.

Und, hier kann der geneigte Leser leicht erkennen, was ein Autor so verdienen kann und wie viele Bücherverkäufe unaufhörlich vonnöten wären, um selbst die Lebenshaltungskosten eines bescheidenen Menschen damit zu bestreiten.

Da hat man entweder einen Verlag der sein Handwerk mehr als versteht, oder man muß sich selbst etwas einfallen lassen. Und das habe ich zu guter Letzt dann auch getan.


An Buchveröffentlichungen gab es:

1991 das erste, mit dem Titel: „Märchen entgrimmt“ – „ (DM 24,80)
In diesem Buch habe ich einige der Grimmschen Märchen überarbeitet und mit ziemlich rotzfrechem Blick in die Neuzeit übertragen.
Dieses Buch ist ein echter Schmunzelschmöker und eigentlich mein Lieblingsbuch.

Es folgten:

„Vom großen und vom kleinen Glück“
ISBN 3-87453-034-5
(3 Auflagen) DM 29,80 (15,24 Euro)Verkaufspreis)

1. Auflage 1996, 2000, Stück, 2. Auflage 1998, 2000 St. 3. Auflage 2000, 2000 St.

„Tagtäglich“
(ISBN 3-87453-046-9
2 Auflagen) DM 29,80 (15,24 Euro)Verkaufspreis
1. Auflage 1997, 2000 Stück, 2. Auflage 2000, 2000 Stück DM 29,80 Verkaufspreis (15,24 Euro)

„Zeit“
erschienen 1998
ISBN 3-87453-052-3,
DM 29,80 Verkaufspreis (15,24 Euro)

„Manchmal“
erschienen 2000
ISBN 3-87453-060-4
DM 29,80 Verkaufspreis (15,24 Euro)

Ganz eifrige Sucher fahnden im Internet noch nach dem einen oder anderen meiner Bücher.
Manche werden sogar fündig.

Ich selber staune, welchen Wertzuwachs meine Bücher genommen haben und kann nur schmunzeln, wenn ich die Preise sehe, zu denen sie angeboten werden

Mein Buch „Zeit“ bietet jemand für 69 Euro an.
Ein anderer gar für 110 Euro. Ob das völlig überteuerte Buch signiert und nummeriert ist, kann mir der Anbieter jedoch nicht sagen. Er weiß es nicht.

Es kann also gut sein, daß es sich nicht um eines der einwandfreien Exemplare handelt, die ich signiert habe, sondern um ein aussortiertes Mängelexemplar, mit möglicherweise schiefen Ecken, Kanten oder Druckstellen, Eselsohren oder schrägen Etiketten, das ich beim signieren aussortiert habe und das dann zu guter Letzt doch gegen meinen Willen in den Handel gelangt ist.

Alle Erstausgaben meiner Bücher sind handsigniert und nummeriert und nur in einwandfreiem Zustand auf ihre Reise in die Welt geschickt worden.

Fragen Sie vor dem Kauf von überteuerten Büchern danach, welche Auflage des Buches Sie erstehen und – bei den Erstausgaben nach Nummerierung und Signatur.

Nun fröhliches Suchen und noch fröhlicheres Finden der heiß begehrten Werke und – lassen Sie mich an Ihren Suchabenteuern teilhaben. Ich freue mich über Ihre Nachricht.


Statt meiner Bücher:

An Stelle meiner Bücher - oder als Ergänzung - sind meine illustrierten Grußkarten getreten.

Näheres dazu finden Sie nebenstehend unter der Rubrik "Grußkarten"